Ausflug Rosarium Sangerhausen und Stolberg / Rückblick

Ein Bericht von Margret Räke:
Nanu – Da steigen Senioren in einen maigrünen Flixbus ein? Ja richtig – die Senioren der Technikniederlassung des Fernmeldeamtes 1 Hannover sind unterwegs zum 1.Tagesausflug in diesem Jahr. Frau Beyer (wieder mit Hund) begleitet uns ins Rosarium Sangerhausen und wie immer versorgt sie uns mit Getränken, Süßem und Informationen.
Auch Anekdoten fehlen nicht.
So erfahren wir u.a. als wir am Neubau der Sophien Klinik vorbeifahren, dass sie 1951 die erste Klinik in der Bundesrepublik war, die von Belegärzten gegründet wurde und auch heute noch erfolgreich geleitet wird.
Auch unser Schulwissen wurde aufgefrischt. Das haben wir doch gelernt: die Hildesheimer Börde ist sehr fruchtbares Land. Guter Boden für Zuckerrüben! Weiter ging es hügelauf, hügelab durch Felder, Wiesen und Wälder unserem Ziel entgegen.
Die größte Rosensammlung der Welt erwartete uns. Schon am Eingang schmeichelte ein herrlicher Duft unsere Nasen –
und nun hinein in dieses Blütenmeer! Als hätten die Rosen extra für uns ihre Blüten geöffnet, verströmten sie ihren bezaubernden Duft. Welchen der prachtvoll angelegten Wege durch die Rosenbeete nimmt man zuerst? Wo blüht die „Grüne“- und wo die „Schwarze Rose“? Ja, solche Seltenheiten wachsen hier – und wir haben sie gefunden. Die Smartphones und Kameras wurden gezückt. Bereits 1903 wurde das Rosarium gegründet und es umfasst inzwischen mehr als 8500 Pflanzen.
Welch eine Pracht! Bänke zum Ausruhen – man kann die Blicke schweifen lassen und auch bei sengender Sonne Roseneis genießen.
Angenehm temperiert ging es im maigrünen Bus zu unserem nächsten Ziel: Stolberg im Südharz. Eine sehr gepflegte Fachwerkstadt mit dem imposanten Schloss oben auf dem Berg. Baubeginn war im 12. Jahrhundert. Man sieht, Stolberg war eine reiche Bergarbeitersiedlung. Zeit für Kaffee, Kuchen, Eis und zum Flanieren. Der Theologe und Reformator Thomas Müntzer wurde hier geboren. Dem großen Sohn dieser Stadt wurde am Marktplatz ein Denkmal errichtet. Auch sein Gegenspieler Martin Luther predigte hier. Ach ja – wir haben ja das Jubiläumsjahr.
Stolberger Lerchen – schon mal gehört? Nee – Leipziger Lerchen sind bekannt – aber Stolberger? Des Rätsels Lösung: Es sind Würste, hergestellt aus Schweinefleisch. Als der Metzger sie in der Pfanne briet, glaubte er Lerchen zwitschern zu hören. Aber nun, es waren die Würste, die in der Pfanne sangen. So hatte die Spezialität ihren Namen weg.
Auf zum Heimweg durch die schöne Landschaft. Noch einen Blick auf den Kyffhäuser, das Schloss Quedlinburg und auch der Brocken in der Ferne ließ sich sehen. Also nicht nur Goethe und Heinrich Heine wussten diese Gegend zu schätzen – auch die Senioren der Technikniederlassung Hannover! Unser Fahrer brachte uns wohlbehalten wieder nach Hannover zurück. Seine besonderen Fahrkünste hatte er schon bei der Tour durch die engen Gässchen in Stolberg bewiesen. Passte noch eine Briefmarke dazwischen?
Fazit: Ein gelungener Ausflug. Mit Freude sehen wir unserer nächsten Fahrt zum Gänseessen entgegen. Sehen wir uns?

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Fotos von Werner Engelke und Gabriele Rudow